Beitrag Jürgen Lentjes

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WAS IST ÜBERHAUPT LOS?

Die Planungen von „Straßen NRW“ und Deutsche Bahn sehen am Eltenberg eine
Beibehaltung der Bahntrasse vor. Die Bundesstraße B8 soll daneben in den
„Berg hinein“ gebaut werden, was den Bau von zwei Spundwänden bzw. Stütz-
mauern erfordern würde.
Dies ist notwendig, damit diese sowohl die Straße als auch die Schienen vor
evtl. Erdrutschen schützen. Diese Maßnahmen erfordern sicherlich Beträge
die sich der 10 mio. € Grenze nähern.

Diese Planung (durch Straßen NRW wird diese als „Böschungs-Variante bezeichnet)
hätte für Elten, den Eltenberg und die Bürger sowie für die Bahn folgende
Nachteile:

Die B8 zwischen Viadukt und Mühle wird zurückgebaut (verschwindet). Würde
dieser Bereich von der Gemeinde aber für erforderlich gehalten, müsste der Erhalt
oder ein Wiederherstellen auf Kosten der Gemeinde erfolgen. Wie sich das mit dem
sich dort jetzt befindlichen Fuß- und Radweg verhält, ist den Planungen nicht zu
entnehmen.

Diese Maßnahmen hätten zur Folge, dass z.B. Rollstuhlfahrer, Fahrradfahrer die
jenseits der Bahn wohnen, um nach Elten in den Ort zu kommen, den Riesen-Umweg
von 3 km in Kauf nehmen müssten. Nun sind es ca. 300 meter.

PKW und LKW können nur noch von Hüthum kommend durch das Viaduct in Richtung
Spyk gelangen.

Die vielen in dem Bereich befindlichen Bäume würden der Säge zum Opfer fallen.
Das Gesamtbild des Eltener Berges würde darunter massiv leiden. In Emmerich, wo
es nur einen Waldanteil von lediglich 7% gibt (in Deutschland üblich sind über 30%)
ist ein derartiger Aderlass von Bäumen überhaupt nicht hinnehmbar.
Außerdem stünden der Deutschen Bahn dann zusätzliche Kosten an für die dann fälligen
Ausgleichsmaßnahmen, zumal im Zuge dieser geplanten Maßnahmen auch die gesamte
südliche Bahn – Dammböschung zwischen dem „Bahnübergang Emmerich Str. – Elten und
dem Bahnübergang B8 – Hüthum von Baumrodungen betroffen wäre.

Der Bahnübergang an der Lobither Straße verschwindet. Ob hier Über- oder Unterführungen
für Radfahrer, Rollstuhlfahrer und Fußgänger vorgesehen sind, ist in der Planung nicht
ersichtlich.

Die Sportplätze von Fortuna und dem Turnverein/Tennisverein fallen weg und müssen
an anderer Stelle neu errichtet werden. Schon heute ist bekannt, dass die Neubaumaß-
nahmen für beide Vereine finanziell NICHT zu stämmen sind, die Vereine hätten keine
Möglichkeit mehr etwas adäquates zu bekommen, da ausschließlich der Zeitwert einer
Anlage durch die DB vergütet wird, ein Neubau aber um ein vielfaches höher liegt.

Die B8 würde weiterhin mitten durch den Eltener Ortskern führen, der dann wieder
rege genutzt werden wird von LKW Fahrern, die keine andere Möglichkeit haben als
durch Elten durch zu fahren um nach Lobith, Herwen, Tolkamer oder Babberich zu
gelangen.

Der Kreisverkehr der ca. in Höhe des Fortunaplatzes an die Zevenaarer Straße
gebaut werden soll, wird für großes Unbehagen bei den Anwohnern der Zevenaarer
Straße sorgen, denn hier wird der Geräuschpegel durch den Verkehr wesentlich höher
werden. Dabei würden einige der riesigen Eichen die schon zu Napoleons Zeiten
gepflanzt wurden und den ehemaligen „Alten Postweg“ kennzeichnen der Säge
zum Opfer fallen – eine ebenso große Schande wie die Teilrodung des Eltenberges!

NUN GIBT ES EINE ALTERNATIVE!
Diese Alternative (von Johannes ten Brink aus Emmerich, DB Ingenieur a.D.) als
„Gleisbett-Variante“ bezeichnet bei dessen Inanspruchnahme viele der zu
befürchtenden Probleme (sowohl für die Gemeinde, als auch für die Bahn)
vermieden werden können.

Dieser Plan, in seinen Grundzügen wurde überigens bereits durch die Vorgänger
von „Straßen NRW“ im Jahre 1999 bekannt gemacht (siehe: LVR / RSBA Wesel
vom 13.12.1999 Lösungsmöglichkeiten im Zuge der B8).

Dieser Plan würde nun eine große Zahl von Vorteilen sowohl für die Eltener
Bürger als auch für die Bahn bedeuten. Dies sind im einzelnen.

Die B8 wird nicht in den Berg hineingebaut, sondern auf das vorhandene Gleis-
bett verlegt. So entfallen die Betonstützwände gänzlich.
Die Bahngleise einschl. neues drittes Gleis werden neben der neuen B8 verlegt.

Durch den größeren Abstand zu bebauten Flächen wird der Lärmschutz einfacher,
außerdem würde wesentlich mehr Raum entstehen für Rettungsmaßnahmen.
Zudem wird der Sicherheitsabstand zu den Gleisen erhöht.

Die B8 würde nicht bereits in Höhe der Sportplätze sondern erst in Höhe
des Feldhausener Weges mit einem Kreisel angeschlossen werden. Somit hätte
man die schon seit langem gewünschte Ortsumgehung und der LKW Verkehr
wäre aus Elten heraus, ebenso wie die Geräuschbelastung durch die LKW.
Zusätzlich ergbit sich auch die Möglichkeit, die Sonderwykstraße und
Lobither Straße an die neue B8 anzuschließen.
Die Voraussetzungen für einen „Bahn-Haltepunkt“ in Elten werden ebenso
geschaffen und können so realisiert werden.

Die Sportplätze bleiben erhalten, keine unnötigen Kosten. Die Natur rund
um den Eltenberg bleibt erhalten und die alten Eichen auf der Zevenaarer
Straße bleiben ebenfalls stehen.

Mit dieser Lösung von Herrn Joh. den Brink wäre alles viel einfacher –
für die Elterner Bürger, für Elten und ebenfalls für die Deutsche Bahn!

(Dieser Text enthält Auszüge aus Texten von Herrn Joh. ten Brink und Herrn R. Helmich!)
(Wir danken diesen Herren im Namen aller Unterstützer für Ihre wertvolle Arbeit und Hilfe)
– für die Bürgerinitiative „Rettet den Eltenberg“ – Jürgen Lentjes 28.01.2014 –


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